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Alpen-Küchenschelle

(Pulsatilla alpina agg.)

V — VII Home boden­saure Mager­rasen, Rasen über Kalk
15 — 30 cm indigen LC
Habitus
Synonyme: Anemone alpina, Pulsatilla alba. Mögliche Unterarten: Pulsatilla alpina ssp. alba, Pulsatilla alpina ssp. alpina, Pulsatilla alpina ssp. schneebergensis. Hemikryptophyt, om-alp. Die Außenseite des weißen Perigons ist kurzzottig, ebenso der Stängel und die Laubblätter. Das Perigon kann außen bläulich oder purpurn überlaufen sein. Nektarblätter (ein Kranz umgewandelter Staubblätter) fehlen (Lit). Die Artengruppe ist in allen alpinen Naturräumen Österreichs anzutreffen (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Habitus
Am Schafberg und Loser hat man Kalkuntergrund. Somit kann es sich um die Nördliche Alpen-Küchenschelle (Pulsatilla alpina ssp. alpina) oder um die Nordöstliche Alpen-Küchenschelle (Pulsatilla alpina ssp. schneebergensis) handeln. Letztere soll aber im Land Salzburg nicht vorkommen (Lit).
 
Blütenstiel
 
 
Blattbehaarung
 
 
junges Blatt, Behaarung
Aufnahmen: 07.06.2012 Schafberg
 
Blüten
 
 
Behaarung
 
 
Knospe
Aufnahmen: 09.06.2013 Loseralm
 
Habitus
Am Sölkpass und am Hengst gibt es bodensauren Untergrund. Daher könnte es sich hier um die Österreichische Alpen-Küchenschelle (Pulsatilla alpina ssp. alba) handeln.
 
Blüte
 
 
Blatt
 
 
fruchtend
Die Laubblattränder sind zur Fruchtzeit kahl, die Endfieder ist fiederschnittig, die Spreite ist gegen den Stiel deutlich abgewinkelt. Aufnahmen: 21.08.2023 Sölkpass
 
 
 
Aufnahme: 24.07.2000 am Hengst

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1081. A. alpina L. sp. (Pulsatilla alp. Schult. — P. alb. et Burseriana Reichb. ic. Alpen-W — Schneehahnl.)
Wurzelstock walzlich, senkrecht oder schief, schwarzbraun, holzig, mehrköpfig. Wurzelköpfe faserig - geschöpft. Stengel 3" — 1' hoch, aufrecht, meist rothbraun, zottig wie die ganze Pflanze, einblüthig. Grundständige Blätter gestielt, zur Zeit der Blüthe halb entwickelt, doppelt - 3schnittig oder 3schnittig - fiederförmig, trübgrün. Abschnitte 1—2fach - fiederspaltig mit lanzettlichen, spitzen Zipfeln. Hüllblätter 3 — 4 auf kurzer Scheide sitzend, oft bis zur Mitte des Stengels herabgerückt, den grundständigen Blättern gleichgestaltet, nur kleiner minder getheilt. Blüthe aufrecht. Kelch kronenartig, weiss, auswendig röthlich geschminkt (ausser dem Gebiete zuweilen auch gelb. A. sulphurea L. mant.) Kelchblätter meist 6, flach ausgebreitet oder etwas glockig, stumpf oder spitz abändernd. Krone fehlend. Früchtchen rauhhaarig, in einen langen, zottigen Schweif auslaufend. Bildet den Uebergang von der 2. zur 3. Rotte, vermöge der in einen langen, zottigen Schweif auslaufenden Früchtchen ist sie eine Pulsatilla, der den Wurzelblättern gleichgestellten Hüllblätter halber ein Anemanthus. Das aufrechte Fruchtköpfchen heisst bei den Aelplern 'grantiger Jager'.
Mai — Juni


Auf den Kalkalpen bis 7000' aufsteigend und an steinigen Jochen der Kalkvoralpen bis in die Thäler hinab. Am Lindau bei Neustift, am Brerenringe des hohen Nocks, bei Michldorf am Kremsursprung angesiedelt, am Kaibling, am kleinen Priel im Vorderstoder, auf allen Alpen im Hinterstoder und um Spital a. P., am Mannsberg, Schwarzkogl, am Plassenstein bei Hallstatt, am Schafberge bei St. Wolfgang u. s. w."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 344), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 14.03.2026

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